Mittwoch, 16. April 2014

Gartenblicke


Wenn…

…sich die Wäscheberge stapeln

…die Küche einem Schlachtfeld gleicht

…das Kochen zur Nebensache wird

…der Kühlschrank und der Essensschrank immer wieder unter Ebbe leiden

…man den Boden nur im Storchenschritt überschreiten kann, um nicht auf all die umherliegenden Sachen zu treten

…man hofft, dass nicht plötzlich unerwarteter Besuch an der Türe klingelt, der nach Betreten unseres chaotischen Zuhauses therapeutisch behandeln werden muss 

…E-Mails unbeantwortet bleiben (sorry, sorry an all diejenigen, die mich angeschrieben haben und immer noch auf Antworten warten) 

…man überhaupt nicht mehr ajour ist, was auf anderen Blogs läuft 

…man die Freunde nicht mehr so oft sieht

…die Kinder nicht mehr so viel Aufmerksamkeit wie gewöhnlich erhalten und diese dafür umso mehr einfordern

…die Osterdeko ein paar Tage vor Ostern noch im Keller lagert (was es bis jetzt noch NIE gab!) und man in dem sonst so reichlich dekorierten Haus die Jahreszeit nur schwer erahnen kann

…und man mich telefonisch fast nicht mehr erreichen kann,

dann …

…bin ich im Garten!



Aber bevor ich richtig loslege möchte ich erstmals meine neuen Leser, welche in letzter Zeit zu mir gestossen sind begrüssen! 

Herzlich willkommen bei SINNVOLL-ER-LEBEN!

Ich nehme mir immer wieder vor, mich hier auf meinem Blog ein wenig regelmässiger zu melden, wie es aussieht wird das in nächster Zeit jedoch wohl eher weniger der Fall sein. Vorausplanen kann ich nicht, aber ich hoffe doch sehr dass meine Fotos, welche ich bisher gemacht habe nicht alle in meinem Fotoarchiv verstauben und ich das eine oder andere Bild hier noch zeigen kann. Bitte habt auch Nachsicht mit mir, dass ich mich bei Euch anderen Bloggern ein wenig rarmache und kaum noch Eure Beiträge kommentiere.

Der Grund, weshalb momentan alles zu kurz kommt ist der hier:

Unsere Gartenneugestaltung. 

 

Der Bagger hat damals im Herbst/Winter den Hang modelliert, wobei situationsbedingt die Wiese in die unteren Erdschichten gelangte und das untere Erdreich obenauf lag. So sah es auf der Erdoberfläche zunächst nach einem pflanzenfreien Boden aus, d.h. kein Gras, keine Unkräuter etc., da die ganze Wiese mit den Gräsern unter einer tiefen Erdschicht begraben lag. Ich habe gehofft, dass sich das Gras im Laufe der Monate unter der Erde zersetzten würde, damit ich im Frühling meine Beete anlegen kann. Aber weit gefehlt!

Was mich vor ein paar Wochen erwartete war, dass das Gras und seine Begleiter frisch fröhlich auf fast 1 Meter tiefe bestens gedeihen und viele Pionierpflanzen hier unten sich auf einen Angriff auf die Erdoberfläche vorbereiten. 


Nun bin ich daran, mich in die Tiefen des sehr, sehr lehmigen durch die Trockenheit fast betonharten  Bodens Zentimeter um Zentimeter durchzugraben, um das Ganze zu entfernen. Eine sehr mühselige Arbeit – eine bereits eingewachsene Wiese Stück für Stück abzutragen, würde ein klein wenig schneller gehen. 

Im unteren ebenen Gartenteil habe ich im Rasen neue Beete angelegt, was im Vergleich zur schweren Arbeit bei den „Wiesenbeeten“ eine Kleinigkeit war. 

Da ich bis anhin mit Beete vorbereiten beschäftigt war, wurden bis jetzt noch nicht viele neue Pflanzen gepflanzt. Vor allem die bestehenden Sträucher und Stauden bekamen einen neuen Standort. Unter anderem wurden alle bisherigen Beerensträucher, welche überall im Garten verteilt waren, zu einem Beerengarten zusammengefasst. 



Fleissige Helferlein beim Giessen der Sträucher. Die Helme gehören übrigens nicht zur Standartausrüstung bei uns im Garten ;-)
(obwohl bei unserem Jüngsten wäre eine Rundumschutzausrüstung nicht schlecht, denn der kleine Mann sorgt fast täglich für Aufregung mit seinen vielen Stürzen und deren Folgen, sprich Narben und Wackelzähnen). 



Sobald ich den Wasserschlauch anstelle, eilen alle Kinder herbei und möchten giessen, da wird Radfahren auf den neu erstellten Wegen und das „Motocrossbiking“ auf der Hangwiese für einen Augenblick uninteressant. 


Überhaupt möchten die Kinder überall mithelfen wo ich mich gerade befinde. Obwohl es massenweise Platz zum Graben und Jäten gibt, ist eigentlich vorallem der Quadratmeter, wo ich hacke und grabe der interessante. Und regelmässig entflammt dadurch ein Streit, da vier Leute und ebenso viele Gartengeräte auf einem Haufen einfach nicht so miteinader harmonisieren. Mein Jüngster jätet übrigens mit Vorliebe Salate und Tulpen und kann es gar nicht verstehen, dass ich das nicht lustig finde, er will ja schliesslich nur mithelfen, wie er mir jeweils trotzig stampfend mitteilt!


Daher nutze ich jede freie Minute, wo die Kinder anderswertig beschäftigt sind, um mich weiter durch die Erde durchzuwühlen. Rechts oben im Bild neben der Schaukel sieht man die Blüten des blühenden Schwarzdorns (Schlehdorn), der mittlerweile bereits verblüht ist. 

  
Die auf dem Foto ebenfalls blühende Felsenbirne wurde von der unteren Hauptebene in den oberen Gartenteil neben den Freisitzplatz verlegt.


Die Feuerstelle wurde ebenfalls um ein paar Meter verschoben

 

Links oben sieht man den Kletterbaum der Kinder, wo sie sich am liebsten aufhalten, vor allem seit wir unsere neuste Errungenschaft, einen Lastwagenpneu aufgehängt haben. 

Auf dem Bild sieht man ganz klein die zwei Kinder am Spielen mit dem Pneu, ein anderes Kind steigt soeben die Treppenstufen nach oben hinauf.  




 Hier der Kletterbaum von der Seite her aufgenommen.

 

Leider habe ich kein aktuelles Bild des Sandkastens in meinem Archiv gefunden. 
Auf dem Foto vom November wird das ausgehobene Erdloch mit einem Vlies ausgelegt bevor das Ganze mit Bausand gefüllt wird. Der alte ursprüngliche Sandkasten befand sich dort, wo jetzt der runde Sitzplatz ist und musste daher weichen.